Carry me home…
25 05 2012Panama…7.15h morgens, ich wache auf und schaue auf meine Uhr…warum hab ich den Wecker nicht gehört?! In einer Viertelstunde geht das Wassertaxi und ich liege noch im Bett…
naja…die fahren ja alle halbe Stunde, das Boot um 8h wird auch noch reichen. Anziehen, fertig packen und noch gemütlich frühstücken. Keine innere Unruhe, keine Ungeduld…ich bin die Ruhe selbst, was Reisen alles ausmacht…
Das Wassertaxi bringt mich ans Festland, umsteigen Shuttle und erst mal so richtig abgezockt werden…dann in den Bus, der mich an die Grenze zu Costa Rica bringt. Grenzprozedere wie letztes Mal. Dann Bus nach San José…den ganzen Tag unterwegs und voller Vorfreude, dass es mit meiner Reise weiter geht.
In San José wird nochmals übernachtet, bevor es dann nach Los Angeles geht. In Amerika, erwarten mich die übliche Hektik, kühlere Temperaturen und ein teures Leben. Einst hat es mich “gestresst”, doch jetzt geniesse ich alles mit einem Lächeln im Gesicht!
Es ist ja nur eine Zwischenstation…ein Countdown von drei Nächten bis es nach Hause geht.
In Santa Monica geniesse ich nochmals das Strandleben. Zum Baden ist es jedoch zu kalt. Dennoch spielt sich so einiges am Wasser ab.
Ja, die Reise ist vorbei, das halbe Jahr ist rum. Am Samstag setzt ich mich in den Flieger, welcher mich in die Heimat bringt. In genau 24 Stunden habe ich bereits Basel erreicht. Ich freue mich…das ist ein gutes Zeichen! Ich freue mich auf Kleider aus dem Kleiderschrank, auf dunkles Brot mit vielen Körnern, Kernen und verschiedener Mischung. Ich freue mich auf einen Duschkopf, der nicht an der Wand festgemacht ist, auf mehrlagiges WC-Papier. Ich freue mich wieder schwiizerdütsch könne z’schwätze, auf mein eigenes Bett und eigene Wohnung. Ich freue mich riesig auf all meine Freunde, meinen Vater und meine Schwester, sowie Frodo ![]()
185 Tage war ich unterwegs und kann an einer Hand die Stunden abzählen, in welchen ich mich einsam fühlte. 22 neue Stempel füllen den Pass, 10 verschiedene Länder habe ich besucht. Viele liebe Menschen habe ich kennengelernt, Adressen ausgetauscht. Angst hatte ich selten bis nie.
Ich habe 5 Tuben Zahnpasta gebraucht und kein einziges Immodium oder Pretuval C. Das Wasser aus dem Hahnen war immer trinkbar, das Essen der Einheimischen frisch und lecker. Mit Verletzungen hab ich mich auch zurückgehalten…zur Abwechslung mal keine gerissene Bänder oder sonstige Blessuren! Pflaster brauchte ich gerade mal 5 Stück, Sonnencrème reichten auch zwei Tuben Daylong.
Fotos…ja Fotos habe ich zig tausend gemacht…und alles mit meiner kleinen Digitalkamera, welche jetzt den Geist aufgeben darf…und wahrscheinlich auch bald wird
den Blogschreiben hat mir stets Spass gemacht und den meisten Lesern auch Freude bereitet, auch wenn manche Geschichten und Bilder nicht immer zu positivem Gesprächsstoff geführt haben, ja sogar zweckentfremdet wurden…tztztz!!
Immerhin habe ich es auf über 6’100 “Klicks” geschafft…ich werds ein bisschen vermissen.
So, sollte nichts Weltbewegendes passieren, wird dies mein letzter Blogeintrag gewesen sein. Ich danke euch allen fürs “gedankliche Begleiten” und die regelmässige Kontaktaufnahme in irgend einer Form.
Katjas Welt wird sich wieder “nur” um Basel und die gewohnte Umgebung drehen, doch mein Horizont wurde um viele Erlebnisse und Eindrücke erweitert.